Teilhabe ist möglich  

Teilhabeinitiative: Teil haben - Teil sein

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Jeder Mensch ein Mittelpunkt

Selbstbestimmte Teilhabe ist das zentrale Thema der Caritas von 2009 bis 2011. Mit seiner Teilhabeinitiative will der Verband dazu beitragen, dass alle Menschen an den politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Prozessen der Gesellschaft teilnehmen, sie mitgestalten und mitbestimmen können.

Selbstbestimmte Teilhabe ist ein Bürgerrecht, das aber nicht in allen Bereichen der Gesellschaft und nicht für alle Menschen verwirklicht ist. Barrieren existieren in gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ebenso wie im Bewusstsein. Eine Verbesserung auf beiden Ebenen ist das Ziel der Caritas. Gerade jetzt, da Armut sich zunehmend verfestigt und gleichzeitig die Gefahr besteht, dass die kommunale Daseinsvorsorge eingeschränkt wird, ist der Einsatz für die Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger wichtig. Denn selbstbestimmte Teilhabe aller ist eine zentrale Voraussetzung für gesellschaftliche Inklusion sowie ein Leitkriterium für eine gerechte Gesellschaft. Sie ist ein Ergebnis gerechter Strukturen, Institutionen und einer gerechten Ressourcenverteilung (Verteilungsgerechtigkeit). Möglich wird sie insbesondere durch gerechte politische Rahmenbedingungen und die Möglichkeit der politischen Partizipation aller Bürgerinnen und Bürger (Beteiligungsgerechtigkeit). Die Caritas setzt sich für die Abschaffung wirtschaftlicher, rechtlicher und sozialer Barrieren ein, die Teilhabe von Menschen einschränken.

Zugleich geht es um die Stärkung des solidarischen Zusammenhalts der Gesellschaft. Er wird befördert, wenn Menschen das Gefühl haben dazuzugehören. Voraussetzung dafür sind Handlungsspielräume, um - eigenverantwortlich wählend und entscheidend – die eigene Lebenssituation verändern zu können (Befähigungsgerechtigkeit). Menschen, die in verfestigter Armut leben und ausgegrenzt sind, haben diese Teilhabechancen oft nicht oder nur eingeschränkt.

Solidarität und gesellschaftliches Engagement

Ein weiteres Ziel: den einzelnen Menschen mit seinen Vorstellungen und Wünschen ernst zu nehmen, gerade auch, wenn er arm, krank, betagt oder behindert ist. Damit verbunden ist das Anliegen, bürgerschaftliches Engagement und die Solidarität vor Ort zu stärken sowie die Vernetzung unterschiedlicher Akteure zu fördern. Dazu gehört auch, dass Gemeinden wieder Verantwortung für alle ihre Mitglieder übernehmen.

Nicht zuletzt bedeutet der Einsatz für selbstbestimmte Teilhabe für die Caritas auch einen selbstkritischen Blick nach innen: Legen die eigenen Angebote selbstbestimmte Teilhabe der Klientinnen und Klienten oder Betroffenen zugrunde?

In der konkreten Umsetzung werden wir:

  • Uns sozialpolitisch zu Wort melden.
  • Selbstbestimmte Teilhabe als Qualitätsmerkmal unserer Arbeit verwirklichen.
  • Unsere eigenen Einrichtungen beim Ausbau von Teilhabemöglichkeiten
    unterstützen.
  • Mit Pfarrgemeinden gemeinsam Teilhabe vor Ort verwirklichen.
  • Die Zusammenarbeit mit Selbsthilfeorganisationen stärken.
  • Durch unsere Arbeit selbstbestimmte Teilhabe der Betroffenen fördern.
  • Erfolgreiche Beispiele weiter verbreiten, um Impulse zu geben.
  • Handreichungen entwickeln, die zum politischen Handeln motivieren.

Mehr Informationen zur Teilhabeinitiative finden Sie im Internet unter: www.teilhabeinitiative.de

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